Forum neuer Musik im DLF

18.6.17 um 21.05 Uhr im Deutschlandfunk: Es verbindet zeitgenössische Musik mit zeitaktuellem Denken: Das „Forum neuer Musik“ des Deutschlandfunks bündelte in diesem Jahr Themen wie Klimawandel, atomare Rüstung, Humanität und postfaktisches Denken. Lectures, Diskussionen, Konzerte und Musiktheaterbeiträge standen unter dem Motto „Im Anthropozän“.

Am Mikrofon: Leonie Reineke und Ingo Dorfmüller

Die Performance „Peoples Age“ von und mit Ludwig Abraham und Andy Ingamells parodierte eine angebliche Wissenschaftsshow und lenkte den Fokus auf Leere und Täuschung im Entertainmentbetrieb. Gerald Eckerts großräumige neue Komposition „Melting away“ für Schlagwerk und Orgel war angeregt von Fotografien Camille Seamans in den Polarregionen der Erde: Angesichts ihrer Schönheit sei die Gefährdung der menschlichen Lebensumwelt mitzudenken. Beim Kölner Forum neuer Musik 2017 „Im Anthropozän“ versammelten sich künstlerische Produktionen, die die Gegenwart nicht aussparen.

Ludwig Abraham/Andy Ingamells
Peoples Age (UA), Performance mit Musik

Yasutaki Inamori
Canonic Scenes (UA)

Gerald Eckert
Melting away (UA)

Rie Watanabe, Schlagwerk
Dominik Susteck, Orgel

Aufnahmen vom 8. und 9. April 2017 aus der Kunst-Station Sankt Peter in Köln

Konzert mit Tobias Aehlig in Düsseldorf

am 17.06.2017 findet um 19.30 Uhr in der KATH. PFARRKIRCHE ST. ANTONIUS DÜSSELDORF-OBERKASSEL ein Antoniuskonzert mit Domorganist Tobias Aehlig (Paderborn) statt. Auf dem Programm steht u.a. die Sequens (1979) von Jan Welmers (*1937) sowie Dominik Sustecks Zeitfiguren (2014) mit den Sätzen Strahlen, Verschlungener Gang, Zeit, Leuchten, Akkordecho und Warten.

Improvisation in Kassel


Am 15.6. improvisierte Dominik Susteck auf Einladung von Kantor Eckhard Manz an der neuen Rieger-Orgel der Martinskirche Kassel, die einen Meilenstein im futuristischen Orgelbau bildet. Die Improvisationen fanden zeitgleich zur Dokumenta 2017 in Kassel statt und wurden von zahlreichen Interessierten aufgesucht.

Juni-Improvisationen auf Youtube

Deutschlandradio Kultur: Cage aslsp

Montag, 22. Mai auf Di. 23. Mai, 00:05 bis 1:00 Uhr: Deutschlandradio Kultur – Musik als Zeitstrahl. John Cage´s „Organ2/ASLSP“ in zwei Interpretationen Organ2/ASLSP komponierte John Cage mit der Aufführungsanweisung „as slow as possible/so langsam wie möglich.“ In einer Interpretation des Orgelprojekts Halberstadt wird das Stück seit 2001 in einer auf 639! Jahre angelegten Interpretation realisiert. Die Sendung stellt die Halberstädter Fassung einer „herkömmlichen “ Interpretation des Kölner Organisten Dominik Susteck gegenüber. Eine Sendung von Hubert Steins.

Konzerte in Aschaffenburg und Berlin

Auf Einladung von Pfarrer Markus Krauth spielt Dominik Susteck am 19.05.17 im Rahmen der Konzertreihe „Audinova“ in Maria Geburt, Aschaffenburg. Am 27.05.17 gastiert er in der Lutherkirche Berlin-Spandau im Rahmen des Evangelischen Kirchentages. Auf dem Programm steht jeweils Musik von Mauricio Kagel, Wolfgang Rihm, Gerd Zacher u.a.

Nacht zeitgenössischer Orgelmusik

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Freitag, 21. April 18-22.30 Uhr Berlin als Metropole zeitgenössischer Musik hat eine internationale Bedeutung. Weniger bekannt ist die Berliner zeitgenössische Orgelmusik. Einblicke in diese Szene gewährt die erste Nacht der zeitgenössischen Orgelmusik in der Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche in Berlin. Eingeladen sind vier ausgewiesene Experten zeitgenössischer Orgelmusik: Thomas Noll, Maximilian Schnaus, Dominik Susteck und Michael Sattelberger. Ein Fokus der Nacht richtet sich auf Werke der Berliner Komponisten Martin Daske, Gabriel Iranyi und Markus Bongartz. Markus Bongartz präsentiert zudem eigene und fremde Werke für Violine. Durch die Veranstaltung führt Berit Kramer.

April-Improvisationen auf Youtube

Live-Mitschnitt vom 2.4.2017 in Sankt Peter Köln

Forum neuer Musik

Sonntag, 9.4. um 15.30 Uhr Abschlusskonzert des Forums neuer Musik mit Werken von Gerald Eckert (UA), Yasuko Inamori (UA) und Samir Odeh-Tamimi, Rie Watanabe, Schlagzeug und Dominik Susteck, Orgel Das Orgelstück, das Samir Odeh-Tamimi 2012 als Composer in residence des Deutschlandfunk und der Kunst-Station komponiert, steht am Beginn. Unüberhörbar spricht es von etwas Katastrophischem. Aber danach beginnt etwas neu – in Yasutaki Inamori’s Klangschalen-Musik spricht etwas ganz Anderes. In Gerald Eckerts vom Deutschlandfunk beauftragten und größer dimensionierten Abschlusswerk für Orgel und Schlagwerk schließlich artikuliert sich mit musikalischen Mitteln eine entscheidende Weichenstellung: Vom Zwang zur Beherrschung und Ausbeutung der Welt wechselt die Perspektive zu einer Verantwortungshaltung, zu Demut gegenüber dem Lebenden.

Konzert in Duisburg

Die katholische Kirchengemeinde Sankt Dionysius Duisburg veranstaltet vom 18. bis zum 26. März ihre Oscar-Romero-Woche. Damit wird an die Ermordung von Erzbischof Oscar Romero am 24. März 1983 erinnert. Für Donnerstag, 23. März, Beginn 19 Uhr, steht ein Orgelkonzert für Neue Musik mit Texten aus der Mystik mit Dominik Susteck, Organist in Sankt Peter in Köln, und Pfarrer Werner Knoor auf dem Programm.

„Zeichen“ für Orgel auf Youtube

Mitschnitt vom 22.1.17 Kunst-Station Sankt Peter. Interpreten: Tomislav Barbaric (I), Alexander Grün (VI), Natalie Mol (III), Tobias Seidel (IV+V), Matija Vudjan (II), Mitschnitt vom 22.1.2017, Kunst-Station Sankt Peter Köln Bild: Petra Kremer-Horster, Motiv: Steinmetzzeichen ca. 1600

Februar-Improvisationen auf Youtube

Die Februar-Improvisationen 2017 sind auf Youtube zum Nachhören, Livemitschnitt vom 4.2.17
Dominik Susteck – Eis (Scherben, Einsamkeit, Kernschmelze, klarer Himmel, Eisbrecher, Nacht)

Aufführung in Regensburg

27.01.17 Aufführung der Komposition „Zeitfiguren“ für Orgel solo von Dominik Susteck in der Hochschule für Kirchenmusik Regensburg in dem Festival „Erstmalneues“ (Gesamtleitung Kunibert Schäfer). Es spielten drei Studierende der Orgelklasse von Markus Rupprecht: Agustin Mejia Varga, Sebastian Greß und Veit Pilok.

Penderecki – Lukaspassion

03.02.2017, 20.04 – 22.00 Uhr | WDR 3 mit Dominik Susteck an der Orgel der Essener Philharmonie:

Passio et Mors Domini Nostri Iesu Christi Secundum Lucam, Lukaspassion von Krzysztof Penderecki
Christus: Jaroslaw Brek, Petrus/Pilatus/Dieb: Bart Driessen, Olga Pasichnyk, Sopran; Thomas Büchel, Sprecher; Philharmonischer
KammerChor Essen; Knabenchor Hannover; Kettwiger Bach-Ensemble; Kölner Kantorei; Folkwang Symphony, Leitung: Krzysztof Penderecki
Aufnahme aus der Philharmonie Essen

3x Zeichen mit Studierenden der BKMS

Werkstattkonzert – Orgel

Freitag, 20.1.17, 19 Uhr
St. Mariä Geburt, Althofstraße, 45468 Mülheim/Ruhr

Samstag, 21.1.17, 19.30 Uhr
St. Mariä Empfängnis, Holbeinstraße, 45147 Essen-Holsterhausen

Sonntag, 22.1.17, 16 Uhr
St. Peter, Jabachstraße, 50676 Köln

Studierende der Bischöflichen Kirchenmusikschule Essen,
Tomislav Barbaric, Alexander Grün, Natalie Mol, Tobias Seidel, Matija Vudjan spielen den Orgelzyklus „Zeichen“ von Dominik Susteck

– Auftragskomposition der Bischöflichen Kirchenmusikschule Essen –

Eintritt frei!

Die Komposition „Zeichen“ als Kompositionsauftrag der Bischöflichen Kirchenmusikschule Essen wurde am 5. Oktober 2016 im Essener Dom uraufgeführt. Anlass war das Jubiläum „50 Jahre Bischöfliche Kirchenmusikschule Essen“, das mit mehreren Veranstaltungen unterschiedlichen Charakters auf sich aufmerksam macht. 2017 wird zu drei Folgeaufführungen in Mülheim, Essen und Köln eingeladen.

Das Orgelwerk „Zeichen“ besteht aus 6 Sätzen mit einer Gesamtspieldauer von 30 Minuten. Neben herkömmlicher Spielweise finden sich auch unkonventionelle Spieltechniken in der Musik. In „Morse“ findet sich ein als Morsezeichen verklausuliertes Zitat: „Öffne dich“. „Funkfeuer“ ist ein gestreutes Signal, dass Flugzeugen die Orientierung bietet. In diesem Satz pfeift der Organist zu seinem Spiel. In „Schatten“ huscht der Spieler über die Tasten. „Echos“ spielt mit den Manualen, „Signal“ mit Repetitionen und in „Geister“ bedient der Organist verschiedene Zusatzinstrumente wie Tambourin oder Rollschellen.

CD mit Werken von Gabriel Iranyi

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Die CD „Wie man zum Stein spricht“ mit Werken von Gabriel Iranyi ist beim Berliner Label Kreuzberg Records erschienen. Die CD entstand beim Forum neuer Musik des Deutschlandfunks 2016 zum Thema „jüdische Identitäten“. Es musizieren Sabine Akiko Ahrendt (Violine) und Dominik Susteck (Orgel). [mehr]

Kagel-Rezension

Wergo 73452. Dezember 2016: „Whistles, yells and guttural hollers produced by the assistants are like hymns from hell that fuse with stabbed clusters, slipstreams of compacted atonal lines and melting glissandi, otherworldly sounds that invoke the terror that would undoubtedly be unleashed if angels really did descend to Earth, or gargoyles crawled down cathedral walls.“ Philip Clark

John Cage – aslsp

2015 wurde die Komposition Organ2/ASLSP von John Cage an der Orgel von Sankt Peter zusammen mit Werken des Japaners Toshio Hosokawa von Dominik Susteck für den Deutschlandfunk eingespielt und produziert.

Um diese CD beim Label Wergo zu veröffentlichen, wird eine Spende oder Vorbestellung an die Kölner Rubens Gesellschaft e.V. erbeten.

Kagel in der Silvesternacht

Am 31.12.2016 findet um 22.30 Uhr in der Kunst-Station Sankt Peter Köln das traditionelle Silvesterkonzert statt. Auf dem Programm stehen Orgelwerke von Mauricio Kagel. Der argentinische Komponist schrieb 1962 die berühmte Komposition „Improvisation ajoutée“, die neben herkömmlichem Orgelspiel Zusatzaktionen wie Klatschen, Schreien, Singen oder Lachen enthält. Die vom Theater inspirierten Elemente schwanken zwischen humorvollen und apokalyptischen Stimmungen.

 

In seine „Phantasie mit obbligati“ (1967) wird der Arbeitsalltag eines Organisten nachgezeichnet. Kagel lässt den Organisten das hinzugefügte Tonband selbst erstellen. Es erklingen die Kölner U-Bahn, die Glocken von Sankt Peter und sogar Pater Werner Holter. Es musizieren Dominik Susteck (Orgel) sowie Tobias Hagedorn und Boris Heinrich (Registranten). Die Musik ist bei Wergo (WER 73452) mit den genannten Interpreten veröffentlicht. Silvester wird außerdem zum Umtrunk eingeladen.

orgel-mixturen 2016 im DLF

Am 11. Dezember 2016 um 21.05 Uhr portraitiert Ingo Dorfmüller das Festival orgel-mixturen mit den Konzerten von Dominik Susteck und Michael Sattelberger. Es werden u.a. die Werke von Anna Korsun (Composer in Residence des DLF und der Kunst-Station Sankt Peter) sowie von Ansgar Beste sowie der neue Orgelzyklus „Zeichen“ von Dominik Susteck gesendet.